
 --page-- {"ns": 0, "revid": 61979802, "title": "Speisesalz"}
[[Datei:Speisesalz.jpg|miniatur|Speisesalz]]
[[Datei:Salt_glas_hg.jpg|miniatur|Salzminerale im Schauglas]]

'''Speisesalz''', '''Kochsalz''' oder '''Tafelsalz''' ([[Umgangssprache|umgangssprachlich]] einfach „Salz“) ist das in der Küche für die menschliche [[Ernährung]] verwendete [[Salze|Salz]]. Es besteht hauptsächlich aus [[Natriumchlorid]]. 

Bei der Gewinnung kann Steinsalz bis zu 3 %, Meeressalz bis zu 15 % anderer Salze enthalten. Im Handel ist vorwiegend gereinigtes  ''raffiniertes Salz'' üblich. Zur Verbesserung von Eigenschaften können noch geringe Mengen [[#Zusatzstoffe|anderer Stoffe]] hinzugefügt werden.

== Geschichte ==
Die [[Salzgewinnung]] ist von den meisten Zivilisationen des [[Altertum]]s bezeugt. Es ist jedoch anzunehmen, dass das Salz auch schon früher einen Platz in der Kultur der Menschen hatte. Schon die [[Sumerer]] und [[Babylonier]] nutzten Salz zur Konservierung von Lebensmitteln. 

Es war überall begehrt und in bestimmten Regionen rar. Durch Salz wurden viele Städte zu reichen Metropolen. So wurde zum Beispiel [[Lüneburg]] als primärer Salzlieferant der [[Hanse]] wohlhabend und einflussreich. Wie wertvoll Salz war, kann man daran ermessen, dass vom „weißen Gold“ gesprochen wurde. Auch das Wort „Salär“ stammt von der Zahlung von Lohn oder Sold in Form von Salz.

Im deutschsprachigen Raum wurde Salz erschwinglich, nachdem in Mittel- und Süddeutschland große Salzlager gefunden worden waren.

==Ortsnamen==
Städte, die mit Salz in Verbindung stehen, tragen oft ''Salz-'' (oder das mittelhochdeutsche Wort ''Hall-'') im Namen. Beispiele sind etwa [[Halle (Saale)]], [[Bad Reichenhall]], [[Hallein]], [[Hallstatt]] mit dem weltweit ältesten Bergwerk, [[Hall in Tirol]], [[Schwäbisch Hall]], [[Salzburg]], [[Salzgitter]], [[Hansestadt Salzwedel]], [[Bad Salzuflen]], [[Bad Salzdetfurth]], [[Bad Salzelmen]], [[Salzkotten]], [[Schweizerhalle]] und [[Bad Salzschlirf]].

== Gewinnung ==
=== Meeressalz ===
[[Datei:Sea salt-d hg.svg|miniatur|Chemische Zusammensetzung von Meersalz]]
[[Datei:Salz_01.JPG|miniatur|Salzgarten auf der Île de Ré]]
[[Datei:Körniges_Salz.JPG|miniatur|Körniges Salz aus den „Salzgärten“ der [[Slowenische Riviera|Slowenischen Riviera]]]]
Bei dieser wohl ältesten Art der Gewinnung wird Meerwasser in [[Saline#Meerwassersalinen (Salzgärten)|Salzgärten]] geleitet. Das Wasser verdunstet unter der Sonneneinstrahlung und die Salze kristallisieren aus und werden vor der völligen Trocknung abgeschöpft. Verunreinigungen wie Tonerde lassen sich beim Abschöpfen nicht verhindern. Die Spurenelemente des Meerwassers können nur bei vollständiger Verdunstung erhalten werden, aber das führt zu einer stärkeren Verunreinigung durch andere Stoffe. 

Heute werden etwa 20 % des weltweiten Verbrauchs aus Meerwasser gewonnen. An der [[Algarve]], in der Bretagne und am Mittelmeer in der [[Camargue]] wird bis heute [[Meersalz]] gewonnen.

Es gibt Lagerstätten in den USA, Südamerika und Afrika, wo Salz im [[Tagebau]] gefördert wird. Hier handelt es sich um ausgetrocknete Salzseen, die nicht von [[Sedimente]]n überlagert sind. Die Vorkommen und damit die Produktionsmengen sind begrenzt.

Bei der [[Meerwasserentsalzung|Entsalzung von Meerwasser]] fällt Salz als Nebenprodukt an.

=== Steinsalz ===

siehe Hauptartikel: [[Steinsalz]]

In älteren Salzlagerstätten wird das Gestein Untertage abgebaut. Wie in Mitteldeutschland erfolgt dies durch Abgraben oder wie in Berchtesgaden durch Herauslösen. Durch selektives Lösen und Einengen, durch [[Saline|Verdunsten]] oder Verdampfen, wird das Speisesalz von den Begleitstoffen getrennt.

=== Auswaschverfahren ===

* Indianer Südamerikas und auch in einigen Regionen West- und Zentralafrikas wird ein salzhaltiges Produkt durch Auswaschen von Pflanzenasche gewonnen. Dieses Produkt enthält größere Anteile von [[Kaliumchlorid]].
* In Südamerika und Westafrika um den Tschadsee wird salzhaltige Erde ausgewaschen, filtriert und eingekocht. Dieses Verfahren wird auch in Thailand und in Neuguinea genutzt.
* An der Nordseeküste, in den Niederlanden, Norddeutschland und Dänemark wurde Torf gefunden, das von Meerwasser überflutet war. Dieses wurde ausgewaschen und filtriert, die konzentrierte Sole wurde in Siedepfannen eingeengt. Dies gab den [[Hallig]]en ihren Namen, von althochdeutsch „Hall“ = „Salz“. Das Verfahren ist seit dem Mittelalter belegt, wird aber nur noch auf [[Læsø]] (Dänemark) als Touristenattraktion vorgeführt.
* Das im westafrikanischen Karawanenhandel des 17. und 18. Jahrhunderts verbreitete Salz wurde vor allem aus salzigem Brunnenwasser in der Sahara gewonnen.

== Verwendung von Speisesalz ==
Speisesalz spielt in der Ernährung eine bedeutende Rolle. Salzlose Speisen schmecken meist fad. Man spricht nicht von ungefähr vom „Salz in der Suppe“.

Kochsalz „würzt“ fast alle Speisen und Lebensmittel. Die Aktivität des Salzes verringert die „Löslichkeit“ der organischen Würzstoffe und erhöht somit deren Wahrnehmung. Eine Prise Salz in Mehlprodukten stabilisiert die Stärke. 

Gemüse wird gewöhnlich im Salzwasser gekocht. Durch Osmose schließt Salz die Zellwände auf, dadurch verkürzt sich die Kochzeit, so bleiben wichtige Inhaltsstoffe erhalten. Beim Backen des Bratens mit einer Salzkruste isoliert das Salz das Fleisch, wodurch es im eigenen Saft gart.

Salz steuert die Entwicklung von Enzymen bei der Teigbereitung und ermöglicht eine gesteuerte Gärung. Hefe- und Sauerteige sind kaum ohne Salz zu behandeln.

== Salz als Lebensmittel ==
Die wichtige Bedeutung der Salzaufnahme für den Organismus ist bereits daran zu erkennen, dass es einen eigenen [[Geschmackssinn]] „salzig“ gibt und Salz schon immer zu den begehrtesten [[Gewürz]]en gehörte.

Außer zum individuellen Würzen ist Speisesalz bei der Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren, Brot und Käse unentbehrlich. Als [[Lebensmittel]] unterliegt Speisesalz den [[lebensmittelrecht]]lichen Vorschriften. Ein spezielles Salz zur Konservierung von Fleisch ([[Pökeln]]) ist das [[Nitritpökelsalz]], zu dessen Herstellung Kochsalz mit 0,4 - 0,5&nbsp;Prozent des in größeren Mengen giftigen [[Natriumnitrit]]s versetzt wird, um eine umfassende antibakterielle Wirkung zu erzielen. 

Der bei weitem größte Teil der Salzaufnahme erfolgt durch verarbeitete Lebensmittel, weniger durch direktes Nachwürzen, welches individuell sehr unterschiedlich ausfallen kann.

Der Anteil der Speisesalzproduktion in Deutschland (440.000&nbsp;t) beträgt etwa drei Prozent der Gesamtsalzproduktion. Der tägliche Salzbedarf eines Menschen beträgt je nach Individuum und klimatischem Umfeld zwischen mindestens 3 - 6&nbsp;Gramm und höchstens 16 - 20&nbsp;Gramm Salz.<ref name="JF Bergier">Jean-Francois Bergier: ''Die Geschichte vom Salz.'' Campus, Frankfurt/Main 1989, ISBN 3-593-34089-5, S. 30</ref> Daraus ergibt sich ein Jahresverbrauch von 1,8 - 6,4&nbsp;Kilogramm. Bei dem Durchschnittsverbrauch pro Person muss berücksichtigt werden, dass etwa die Hälfte des verwendeten Speisesalzes verloren geht, zum Beispiel durch Kochwasser oder Speiseabfälle. Schon im antiken Rom schätzten Plinius der Ältere und Lucius J. Columella die Menge an Speisesalz, die täglich in der Küche verwendet wurde auf etwa 25&nbsp;Gramm pro Person, was um einiges unter dem heutigen Tagesverbrauch liegt. Ende der 1980er Jahre wurde unter Einbeziehung der Salzverschwendung in der Küche und bei kochfertigen Produkten der tägliche Verbrauch eines amerikanischen Durchschnittsbürgers auf insgesamt etwa 135&nbsp;Gramm Salz geschätzt.<ref name="JF Bergier"/>

== Physiologische Bedeutung ==
Speisesalz ist der am meisten konsumierte [[Mineralstoff]] der menschlichen Ernährung. In gelöster Form liegt Kochsalz in Form von positiv geladenen [[Natrium]]- und negativ geladenen [[Chlorid]]ionen vor, die jeder für sich eine lebenswichtige Rolle für den [[Wasserhaushalt]], das [[Nervensystem]], die [[Verdauung]] und den [[Knochenaufbau]] spielen. Der Körper eines Erwachsenen enthält etwa 150 bis 300 Gramm Salz und benötigt täglich ein bis drei Gramm zum Ausgleich des Verlusts durch [[Schwitzen|Schweiß]] und Ausscheidungen. Bei einigen Erkrankungen oder starkem Schweißaustritt kann der tägliche Kochsalzverlust 20 Gramm erreichen.

Überdurchschnittlicher Salzkonsum wurde seit den 1970er Jahren für [[Bluthochdruck]] verantwortlich gemacht und präventiv wurde eine salzarme Ernährung empfohlen. Ein kausaler Zusammenhang zwischen Salzkonsum und Bluthochdruck konnte allerdings nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Epidemiologische Studien und sogar Metastudien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, die keine klaren Aussagen zulassen. Es gibt Hinweise darauf, dass verschiedene ethnische Gruppen eine unterschiedliche „Salzsensitivität“ haben. Pauschale Aussagen zum Salzkonsum sind nach jetzigem Forschungsstand nicht möglich. <ref>[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?Db=PubMed&Cmd=ShowDetailView&TermToSearch=14974053&ordinalpos=1&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVAbstractPlus G. Jürgens u.a.: Effects of low sodium diet versus high sodium diet (Abstract)]</ref> <ref>[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?Db=PubMed&Cmd=ShowDetailView&TermToSearch=15266549&ordinalpos=1&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVAbstractPlus Effect of longer-term modest salt reduction on blood pressure (Abstract)]</ref> <ref>[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?Db=PubMed&Cmd=ShowDetailView&TermToSearch=16772636&ordinalpos=1&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVAbstractPlus V. Franco u.a.: Salt sensitivity, a determinant of blood pressure, cardiovascular disease and survival (Abstract)]</ref>

Eine 2007 am [[Universitätsklinik Heidelberg|Universitätsklinikum Heidelberg]] veröffentlichte Studie an Mäusen konnte zeigen, dass Salz die Bildung bestimmter Botenstoffe in der Muskulatur von Blutgefäßen, die die Muskelzellen zur Kontraktion bringen, fördert. Der erhöhte Widerstand in den Blutgefäßen wiederum führt zu einem erhöhten Blutdruck <ref>http://idw-online.de/pages/de/news240642 Warum zu viel Salz den Blutdruck erhöht</ref>. 

Speisesalz kann [[Wadenkrampf|Wadenkrämpfe]] beim Sport verhindern. Das enthaltene Magnesium wird zwar als Mittel gegen Wadenkrämpfe beworben, ist aber ein Enzymaktivator im Energiestoffwechsel. Nächtliche Wadenkrämpfe werden oft durch generellen [[Elektrolyt]]mangel verursacht.

=== Risiken bei Überdosierung ===
Die Salzmenge im menschlichen Körper wird durch Hormone kontrolliert und nahezu konstant gehalten. Ist der Salzgehalt zu hoch, wird durch Flüssigkeitsausstoß überschüssiges Salz ausgeschieden, womit ein nicht unerheblicher Verlust an Wasser verbunden ist. Die Folge ist ein instinktiv ausgelöster Durst. Ein dauerhaft hoher Salzverbrauch steigert die Wassermenge im Körper und damit das Gewicht und kann zu einer Schädigung der Nierenfunktion führen. Der Konsum von weniger als zwei Gramm täglich wirkt sich negativ aus, da die geringe Salzkonzentration im Körper des Betroffenen jedes Durstgefühl stoppt und so zu einer Austrocknung führt.<ref name="JF Bergier"/>

Es sind aber auch Fälle bekannt, bei denen übermäßiger plötzlicher Salzkonsum eine lebensgefährliche Wirkung hatte. So starb beispielsweise ein vierjähriges Mädchen 2005 an einer zwangsweise zugeführten Menge von 32&nbsp;Gramm Speisesalz.<ref>[http://www.123recht.net/article.asp?a=16016 Artikel auf 123recht.net]</ref> Bei einer Vergleichsuntersuchung gleichaltriger Kinder wurde festgestellt, dass selbst ein Bruchteil dieser Salzmenge von keinem einzigen Kind freiwillig aufgenommen wurde. Es ist unwahrscheinlich unbeabsichtigt eine tödliche Dosis einzunehmen, das wären für einen Erwachsenen etwa 10 Esslöffel reines Kochsalz.

== Zusatzstoffe ==
[[Datei:Salt - close-up.jpg|miniatur|Meersalz-Naturkristalle]]
Je nach Art des Speisesalzes können verschiedene [[Zusatzstoff]]e verwendet sein, insbesondere soll damit etwa die Zufuhr von Spurenelementen verbessert werden.

=== Verbesserung der Rieselfähigkeit ===
Zur Verbesserung der Rieselfähigkeit werden [[Calciumcarbonat]] (Kalk), [[Magnesiumcarbonat]], [[Aluminiumoxid]], [[Silikat]]e oder [[Cyanide|Ferrocyanide]] zugesetzt. Der Grund dafür ist, dass normales Speisesalz [[Hygroskopie|hygroskopisch]] ist (an der Luft feucht wird) und verklumpt. Die Hygroskopie entsteht aber nicht durch das reine Natriumchlorid, sondern durch geringe [[Reinheit|Verunreinigungen]], zum Beispiel durch [[Magnesiumchlorid]]. Das [[Löslichkeit|schwerlösliche]] Calcium- und Magnesiumcarbonat verursacht die Trübung beim Auflösen des Salzes in Wasser. Das Calciumcarbonat ist auch für die Entfärbung eines frischen Rotweinflecks mit Salz verantwortlich.<ref>[http://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/11_03.htm]</ref> Diese Zusatzstoffe sind gesundheitlich völlig unbedenklich: Kalium-, Calcium- und Magnesiumionen sind wichtige Bestandteile des [[Trinkwasser]]s, in Mineralwasser finden sich auch gelöste Silikate. Das Hexacyanoferrat-Ion ist eine chemisch sehr stabile [[Komplexverbindung]], die deshalb in der verwendeten niedrigen Konzentration keine nachweisbare biologische Wirkung hat. Die Rieselfähigkeit wurde 1911 vom amerikanischen Salzhersteller [[Morton Salt]] entwickelt.

=== Iod ===
Zur Vorbeugung gegen [[Iodmangel]] ([[Struma|Kropfprophylaxe]]) wird [[Natriumiodat]] oder [[Kaliumiodat]] zugesetzt. ''[[Iodiertes Speisesalz]]'' enthält 15 bis 25&nbsp;mg Iod pro Kilogramm. [[Iodat]] wird deswegen verwendet, weil [[Iodid]] unter Einwirkung von Wasser und Luftsauerstoff nicht stabil ist und in Iod umgewandelt wird. Vor allem in den USA wird Kalium- und Natrumiodid verwendet, das durch Stabilisatoren wie Thiosulfaten vor der Oxidation geschützt wird.

=== Fluorid ===
Zur [[Kariesprophylaxe]] werden geringe Mengen an [[Natriumfluorid]] oder [[Kaliumfluorid]] zugesetzt. Diese Gewohnheit kam erstmals in den 1950er Jahren in der [[Schweiz]] auf, wo bis dahin Zahnkaries und Kröpfe ein ernstes gesundheitspolitisches Problem gewesen waren.

Da die kurz zuvor in den [[USA]] eingeführte Fluoridierung von Trinkwasser für die Schweiz auf Grund der stark dezentralisierten Wasserversorgung als zu kompliziert erschien, führte 1955 als erster der [[Kanton Zürich]] fluoridiertes Kochsalz ein; weitere Kantone folgten bald. Seit einigen Jahren hält fluoridiertes Kochsalz in der Schweiz stabil einen Marktanteil von rund 80 Prozent. Seit 1983 beträgt die Dosierung 250 Milligramm Fluorid pro Kilogramm Salz.

Andere Länder folgten dem Schweizer Vorbild nur zögernd. Seit 1983 gibt es in [[Frankreich]] fluoridiertes Salz, es folgten [[Jamaika]], [[Costa Rica]] und (1991) [[Deutschland]], wo der Marktanteil dieses Salzes mittlerweile 60 Prozent beträgt.

=== Natriumnitrit ===
[[Pökeln|Pökelsalz]] ist Speisesalz mit einem Zusatz von 0,4-0,5 % [[Natriumnitrit]], um beim Pökeln von Fleisch eine entsprechende Beeinflussung der Farbe zu erreichen..

=== Folsäure ===
Die [[Deutsche Gesellschaft für Ernährung]] geht für Deutschland von einer Unterversorgung mit [[Folsäure]] aus. Aus diesem Grund wird Folsäure einigen Speisesalzsorten zugesetzt. Charakteristisch ist deren gelbliche Farbe. Beim Einsatz sollte man beachten das Folsäure nicht kochbeständig ist. Solche Salze mit Folsäure sollten mithin erst nach dem Kochen zugesetzt werden.

=== Geschmacksstoffe ===
Der Zusatz von Gewürzen und anderen Geschmacksstoffen ergibt [[Gewürzsalz]].

== Salzhandel ==
Salz war lange Zeit ein sehr wertvolles Handelsgut, das bereits in [[Urgeschichte|vorgeschichtlicher Zeit]] auf so genannten Salzstraßen von den Herstellungsorten in salzarme Regionen exportiert wurde. Auf den [[Salzstraße]]n wurden bald auch andere Artikel transportiert, sie wurden auch auf Grund ihrer Lage zu bedeutende Handelsstraßen. 

Der [[Salzhandel]] war in Deutschland bis 1993 mit der [[Salzsteuer]] belegt und ein wichtiges Monopol. Länder und Städte, die das [[Salzregal]] besaßen, überwachten innerhalb dessen Geltungsbereichs ihr Recht des Salzhandels.

Solche Salzstraßen sind die Alte Salzstraße von [[Lüneburg]] nach [[Lübeck]] mit einer Länge von 127 Kilometern oder die Salzstraße von [[Hall in Tirol]] bis nach [[Matrei am Brenner]].

== „Ur-Salz“ und Raffination ==
Es gibt in der Literatur zahlreiche [[Esoterik|esoterisch]] geprägte Autoren, die gegen die Praxis sind ''natürliches Salz'' mit Zusatzstoffen zu versehen oder durch bestimmte Behandlungsprozesse Verunreinigungen des Salzes zu entfernen. Dabei wird zwischen ''raffiniertem'' und so genanntem ''Ur-Salz'', wie dem [[Himalayasalz]] unterschieden. Die gesundheitlich positiven Wirkungen würden beim ''Raffinieren'' geschmälert und gar verloren gehen, während die gesundheitlich negativen Wirkungen zunehmen würden. Allerdings besteht das so genannte ''Ur-Salz'', genauso wie das raffinierte Salz fast ausschließlich aus [[Natriumchlorid]]. Bei einer Aufnahme von höchstens zwei Teelöffeln Salz am Tag sind alle anderen Inhaltsstoffe in zu geringen Mengen vorhanden, um physiologische Auswirkungen zu haben. 

<!-- == Salz in der Bibel ==
Das Wort „Salz“ wird besonders im übertragenen Sinne oft in der [[Bibel]] erwähnt. Bekannt ist der Ausspruch [[Jesus von Nazareth|Jesu]], seine [[Jünger (Bibel)|Jünger]] seien das „Salz der Erde“. Damit wollte er ihre Bedeutung für die [[Mission (Christentum)|Missionierung]] hervorheben. So wie Menschen ohne Salz nicht leben können, spielen seine Jünger und Nachfolger eine essentielle Rolle bei der Vermittlung des Glaubens. Diese bildliche Übertragung auf die Jünger setzt sich fort in der [[Bergpredigt]] im [[Evangelium (Buch)|Evangelium]] des [[Matthäus]]: „Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.“ {{Bibel|Mt|5|13|LUT}}.
Außerdem erstarrt [[Lot (AT)|Lots]] Frau bei der Flucht aus [[Sodom und Gomorra]] zur Salzsäule {{Bibel|Gen|19|26|LUT}}, als sie zurückblickt. Gemäß [[Altes Testament|Altem Testament]] gehört Salz zu jeder Opfergabe {{Bibel|Lev|2|13|LUT}}, reinigt das Wasser {{Bibel|2 Kön|2|20|LUT}} und dient der Bereitung von [[Weihwasser]], wobei Salz heute aber dafür nicht mehr zwingend notwendig ist.-->
== Siehe auch ==
* [[Rauchsalz]], [[Streusalz]]
* [[Salzstreuer]], [[Salzfass]], [[Salzmühle]]
* [[Fleur de Sel]]
* [[cum grano salis]], die Bedeutung der Redewendung
* [[Motoi Yamamoto]] Salz in der Kunst

== Literatur ==
*[[Mark Kurlansky]]: ''Salz. Der Stoff, der die Welt veränderte.'' Claasen, München 2002. ISBN 3-546-00231-8
*[[Bernhard Wörrle]]: ''Vom Kochen bis zum Schadenszauber. Das Salz bei Mestizen und Indianern Lateinamerikas.'' In: ''Münchner Beiträge zur Amerikanistik.'' Akademischer Verlag, München 1996. ISBN 3-929115-75-1
* Jean-Francois Bergier: ''Die Geschichte vom Salz.'' Campus, Frankfurt/Main 1989. ISBN 3-593-34089-5
* Walter Botsch: ''Salz des Lebens: Kochsalz – NaCl,'' Frankh, Stuttgart 1971. ISBN 3-440-00270-5
* H.-H. Emons, H.-H. Walter: ''Mit dem Salz durch die Jahrtausende.'' Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1984
* C. Lamschus, H. Lamschus: ''Meer Salz – Mehr Macht.'' In: ''Ausstellungskatalog Deutsches Salzmuseum Lüneburg.'' Lüneburg 1998
* M. Treml, W. Jahn, E. Brockhoff (Hrsg.): ''Salz, Macht, Geschichte''. (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung) Veröff. Bayer. Gesch. u. Kultur 30, Regensburg und Augsburg 1995
* O. Weller (ed.): ''Archéologie du sel. Techniques et sociétés dans la Pré- et Protohistoire européenne.'' In: ''Actes du Colloque 12.2 du XIVe Congrès de UISPP, 4 septembre 2001.'' Liège et de la Table Ronde du Comité des Salines de France, 18 mai 1998, Paris. Internationale Archäologie-ASTK 3, Rahden 2002
* Frédéric Denhez: ''Der Weg des weißen Goldes. Eine Kulturgeschichte des Salzes.'' Kubik RvR, Kehl 2006. ISBN 3-938265-23-X
* Wilhelm Rausch (Hrsg.): ''Stadt und Salz'', Linz 1988. {{Falsche ISBN|3-900387-10-X}}.

== Weblinks ==
{{commonscat|Salt}}
* {{BAM|Salz}}
*[http://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/11_03.htm Iodsalz und Speisesalz]
*[http://web11.p15166456.pureserver.info/justorange_cms-125.html Ur- und frühgeschichtliche Salzgewinnung in Mitteldeutschland]
*[http://www.uibk.ac.at/c/c6/c614/Institut/Diplomarbeiten/GreinerDipl.html Die Salzstraße von Hall in Tirol über Ellbögen bis Matrei am Brenner ]
*[http://www.alte-salzstrasse.de Die Alte Salzstraße durch Mitteleuropa von Lübeck über Lüneburg, Halle, Prag, Salzburg nach Venedig und Rom...]
*[http://www.salzmuseum.de/ Deutsches Salzmuseum]
*[http://www.wv-bergbau.de/rohstoffe/salz.htm Wirtschaftsvereinigung Bergbau e.&nbsp;V.]
*[http://www.tribunes.com/tribune/sel/worm.htm Salz in der Medizin (engl.)] ''E.J. Wormer: A taste for salt in the history of medicine''

== Einzelnachweise ==
<references />

[[Kategorie:Würzmittel]]
[[Kategorie:Salz]]
[[Kategorie:Salzwirtschaft|!]]

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*Beschreibung: Speisesalz
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[[Kategorie:Datei:Chemie]]
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== Beschreibung ==
Soltgoorn op Île de Ré

dat Bild heff ich 2004 inn Junimaand sülmst mookt
== Licensing ==
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{{User:Aka/Information

|Description=
{{de|Dieses Bild zeigt Meersalz-Naturkristalle. Die Größe des abgebildeten Bereiches in der Realität ist 2,08 x 1,93 cm.}}
{{en|This image shows a close-up of salt. The size of this image in real-world is 2,08 x 1,93 cm (0,82 x 0,76 inch).}}
{{es|La imagen muestra un primer plano de sal común. El tamaño real de la imagen es de 2,08 cm x 1,93 cm. }}
{{fr|Cette image démontre une vue rapprochée du sel. La taille réelle de cette image est de 2,08cm x 1,93cm.}}
|Source=own work
|Date=2004-11-06
|Author=André Karwath aka [[user:Aka|Aka]]
|Permission={{Cc-by-sa-2.5}}
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[[category:Halite]]
[[Category:Close-ups]]
 --page-- {"ns": 6, "title": "Datei:K\u00f6rniges Salz.JPG"}
== Beschreibung ==
{{Information
|Description={{de|1=Körniges Badesalz aus den "Salzgärten" aus der "Slowenischen Riviera"}}
|Source=Eigenes Werk (own work)
|Author=[[User:Richard Huber|Richard Huber]]
|Date=2008-11
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== [[Commons:Copyright tags|Licensing]]: ==
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|lang2=de|wiki2=wikipedia|article2=Badesalz
|gallery1=Salt
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[[Category:Bath salts]]
[[Category:Salt]]
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{{Information|
|Description=Different minerals of salt from German salt mines
|Source=own work
|Date=2006-07-04
|Author=Hannes Grobe, [[User:Hgrobe|Hgrobe]] 21:21, 4 July 2006 (UTC)
|Permission=Own work, share alike, attribution required (Creative Commons CC-BY-SA-2.5)
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[[Category:Halite]]
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{{Information|
|Description=Anteil von Salz am Meerwasser (rechts) und chemische Zusammensetzung des Meersalzes
|Source=own work
|Date=2000-04-07 (SVG version: 2007-09-04)
|Author=[[User:Hgrobe|Hannes Grobe]], Alfred Wegener Institute for Polar and Marine Research, Bremerhaven, Germany; SVG version by [[User:Stefan Majewsky|Stefan Majewsky]]
|Permission=Own work, share alike, attribution required (Creative Commons CC-BY-SA-2.5)
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[[Category:Diagrams in German]]